Ökologie
 
  Foto: G. Baudo
Gänse vor der Haustür?
Und wer hat hier Vorfahrt?

 

 

 

 

"Global denken, lokal handeln". Für das dichtbesiedelte Deutschland und gerade auch für das Hücker Moor bedeutet dieses wichtige Prinzip: den Nutzungskonflikt managen. Es gibt eben unterschiedliche Interessen, die nicht immer miteinander im Einklang stehen.

  Foto: G. Baudo Der Arbeitskreis Hücker Moor hat jedoch einen für alle beteiligten Gruppen tragfähigen Kompromiss gefunden: Das Südufer ist weitestgehend Schutzzone, der Nordteil Nutzungszone.  
 

Respektieren Sie diesen Kompromiss, er hilft allen!

Den ökologischen Wert, aber auch Probleme des Gebietes zeigen folgende Beispiele:

  • Es gibt 270 verschiedene Pflanzenarten in diesem Gebiet - aber nur 16 davon stehen auf der "Roten Liste" der gefährdeten Arten, sind also besonders schützenswert.
  • Man hat 25 verschiedene Pflanzengesellschaften gefunden - aber nicht alle sind ökologisch wertvoll.
  • In den letzten Jahrzehnten wurden 129 Vogelarten beobachtet - aber fast 30 davon sind "ehemalige Brutvögel", kommen also jetzt nicht mehr vor.
  • Das Röhricht am Südufer ist für den Kreis Herford das vermutlich wichtigste Brutgebiet für den Teichrohrsänger - aber der Pflanzengürtel ist nicht das ökologisch wertvollere Schilf, das hier nicht mehr hochkommt, sondern nur Rohrglanzgras.

Trotzdem: Wo sonst kann man im Kreis Herford noch die Nachtigall hören oder vier verschiedene (geschützte!) Fledermausarten beobachten? Oder einen intakten Erlenbruch wie am Ostufer?

Spezialisten haben 227 Schmetterlingsarten nachgewiesen, mindestens 22 davon stehen auf der Roten Liste - dazu kommen noch Libellen, Muscheln und Schnecken, Amphibien ... !

Interesse? Hier sind weitere Informationen und Kontaktadressen: