Geschichte

Der Hücker-Moorsee ist in seiner heutigen Form ein recht junges Produkt menschlicher Eingriffe im 18. und 19. Jahrhundert. Um 1783 nahmen einige Leute, zum Teil mit Holland-Erfahrung, den Abbau des Bruchwald-Torfes in der nassen Senke in Angriff.

Wegen der Holzknappheit wurde der Torf nach Trocknung als Brennmaterial genutzt. Auf einer alten Karte von 1805 sind noch keine Torfstiche zu erkennen. (Klicken Sie hier für einen Blick auf diese Karte.)

 

Auf dem Urmesstischblatt von 1837 sind die ersten Torfstiche (etwa 10) erkennbar. Ein Zeitgenosse schrieb: "Der Torfgrund ist aber, nach einem gemachten Versuche, wenigstens 24 Fuß tief und bleibt immer von vortrefflicher Güte". In manchen Jahren seien 700 Fuder Torf gewonnen worden. Er wurde über die "Torfnasen" abgefahren, das sind die Landstege, die heute noch als Halbinseln im Norden in den See ragen.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Torfgewinnung dann eingestellt, weil die Entwässerungsprobleme trotz mehrerer Versuche nicht zu lösen waren.


Durch unterirdische Quellen und kleinere Zuflüsse lief der alte Torfstich wieder voll und es entstand so letztlich der heutige Moorsee.